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  • Florian Lehner

Tagblatt: Reportage zum Oktoberfest

Das Oktoberfest des SC Bronschhofen zog am Wochenende an zwei Abenden viel Volk in seinen Bann. Damit die Menge ihr Gaudi haben konnte, mussten organisatorisch die Rädchen ineinandergreifen. Auf einem Rundgang mit dem Organisationskomitee.


Ausgelassene Stimmung an der Bronschhofer Wiesn. (Bild: Donato Caspari)

Um 17.15 Uhr werden die Helfenden instruiert, damit ab 18 Uhr, wenn die ersten in Dirndl und Lederhosen gekleideten Gäste kommen, alles wie am Schnürchen läuft. Was einfach klingt, ist es keineswegs. An zwei Abenden ist im Bronschhofer Ebnet-Saal Oktoberfest angesagt, mit all seinen Facetten.


Die Erwartungen der Feierfreudigen sind bezüglich des Traditionsfestes gross. Die Anzahl Gäste ist es auch. "Der Samstag war rasch ausverkauft. Und auch für den Freitagabend gab es keine Abendkasse mehr", sagt OK-Präsident Pipo Flammer beim Rundgang durch den Backstage-Bereich nach 21 Uhr. Im Obergeschoss beraten Flammer und der für das Marketing Verantwortliche Luca Eigenmann über die Gewinner eines spontan ausgerufenen Instagram-Fotowettbewerbes. "Die haben das originell in Szene gesetzt", urteilen die Macher über die Mädels von Tisch 74 – und spendieren diesen eine Runde Freigetränke.


Der Ebnet-Saal war am Wochenende zweimal ausverkauft.

700 Portionen Fleischkäse und Poulet

Wer arbeitet, bleibt nach seinen Einsätzen für die Feiernden praktisch unsichtbar. Für die rund 80 erwachsenen Helfenden pro Abend ist gleich hinter der grossen Theke und abgetrennt vom Hauptsaal ein Ruheraum eingerichtet. Zwar ist das "Ihr seid alles geile Sieche" des DJs auch dort noch zu hören. Doch die Gruppe sucht in diesen Minuten die Ruhe und nicht den Trubel. Tatsächlich scheint sich die Hektik in dem Moment vor allem auf den Bierausschank zu beschränken. Immer wieder tragen fesch gekleidete junge Männer und Frauen etliche Masskrüge an die blau-weiss dekorierten Tische.


In der Küche geht es gerade ruhiger zu und her. Und das wird sich auch nicht mehr ändern. Wurde bis gegen 20 Uhr vor allem gegessen – an einem Abend gehen 700 Portionen Fleischkäse und Poulet weg –, so ist nach 21 Uhr vor allem Flüssiges gefragt.


Auf Kontrollrundgang mit Präsident Pipo Flammer (rechts) und Luca Eigenmann (Marketing/Ticketing).

Kaputte Bänke sind einkalkuliert

Getrunken wird zur vorgerückter Stunde viel. Die Security ist nicht nur an den Eingängen, sondern auch bei den Toiletten und im Hauptraum platziert, um einzuschreiten, falls die Stimmung kippen sollte. Doch davon ist man an diesem Abend weit entfernt. Dies gilt es festzuhalten, auch wenn sich die Festbänke mittlerweile bedenklich unter den Draufstehenden biegen. Dass nicht alle Bänke den nächsten Morgen unbeschadet erleben, ist einkalkuliert. "Gestern waren es rund fünf Bänke, die zu Bruch gegangen sind", sagt Luca Eigenmann. Tische hingegen sind tabu. "Wir haben ein striktes Verbot. Aus Sicherheitsgründen darf niemand auf die Tische steigen", ergänzt Pipo Flammer.


Vor allem am ersten Teil des Abends herrschte in der Küche Hochbetrieb.

Shuttleservice bis zur späten Stunde

"Ihr Schweizer wisst halt schon zu feiern", sagt der Frontmann der Partyband Schilcherlandbuam, Stefan Edler, der vor dem Auftritt mit der Band bei einem Bier entspannt. Apropos "Bier": Die Oktoberfestmacher setzen zwar auf die Selbstverantwortung, bieten aber für alle, die nicht mehr fahren wollen oder können, einen Shuttlebus-Service vom und zum Bahnhof Wil an.


Zum Zeitpunkt des Rundgangs sind jedoch noch alle am Festen und die Busse leer. Das wird sich ändern.


Bis tief in die Nacht wurde im Ebnet-Saal gefeiert.

Bericht: Christof Lampart

Fotos: Donato Caspari

Quelle: Tagblatt.ch

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